Mahatma Gandhi - Indiens gewaltfreier Freiheitskämpfer

Mahatma Gandhi, 1895
Mahatma Gandhi hieß eigentlich mit  vornamen Mohandas Karamchand, wurde aber Mahatma (große seele) genannt.
Mahatma Gandhi (geb. 2.10.1869 in Porbandar, gestorben am 30.1.1948 in Delhi), war ein freiheitskämpfer, der sich für die unabhängigkeit Indiens von Großbritannien einsetzte.
Er studierte 1888 - 1891 in  London, England und arbeitete als Anwalt in Bombay. Er setzte sich zudem für die damals rechtlich benachteiligten inder in Südafrika ein.
Er wandte sich gegen kolonialismus, rassismus und gewalt in der ganzen welt.
In Südafrika entwickelte er die methode des gewaltlosen, passiven widerstandes.
Durch die unterdrückung der Swaraj-bewegung nach dem 1. weltkrieg wurde Gandhi zum kritiker Englands. Seit 1919 führte er den Indischen Nationalkongress an und versuchte Indien unabhängig zu machen.
Er verweigerte die zusammenarbeit mit den britischen behörden und propagierte den bürgerlichen ungehorsam (civil disobedience, non-cooperation, indisch: Satyagraha). Für seine politischen aktivitäten musste Gandhi mehrmals ins gefängnis. Gegen seine gefängnisstrafen protestierte er teilweise mit hungerstreiks.
1924 - 1937 und 40/41 war Gandhi vorsitzender der indischen kongresspartei.
Schon zu lebzeiten wurde Gandhi hoch verehrt. Er bemühte sich um die
Briefmarke Mahatma Gandhi
wirschaftliche förderung der indischen hausindustrie. Hervorzuheben ist Gandhis engagement gegensätze von religionen, kasten sowie ethnischen gruppen zu versöhnen.
Mahatma Gandhis größtes verdienst war es, dass Indien seine unabhängigkeit weitgehend gewaltfrei erhielt. Dies macht ihn zu einem politischen vorbild.
Es ist ein tragischer umstand, dass der begnadete kämpfer der gewaltlosigkeit selbst opfer einer gewalttat wurde und von einem fanatischen Hindu erschossen wurde.
Gandhi hinterlegte seine erfahrungen schriftlich, z. b. : "Geschichte meiner Erfahrungen mit der Wahrheit" (1927 - 29), "Jung-Indien" (Aufsätze 1922 - 1924)

Unter verwendung der quellen:
  • Großes Lexikon A- Z, Isis-Verlag, Chur, Schweiz
  • Das DBG-Lexikon in drei Bänden, 1. Bd, Deutsche Buchgemeinschaft, Berlin-Darmstadt-Wien
  • Stauffacher Hauslexikon, Stauffacher-Verlag AG, Zürich, Frankfurt, Innsbruck, Lausanne, Paris, Brüssel