Oscar Wilde - Kurzbiographie

Oscar Wilde
Oscar Wilde war ein irisch-englischer schriftsteller (wurde am 16. 10. 1854 in Dublin geboren und starb am 30. 11 1900 in Paris. Sein original irischer name war Oscar Fingal O'Flahertie Wills - englisch "Wilde".
Oscar Wilde war der sohn eines bekannten arztes.
Zunächst wurde er als lebemann und snob bekannt. Er wurd inspiriert durch die französischen fin-de-siècle-stimmung und war ein wegweisender vertreter des literarischen ästhetizismus in England.
Er hatte rege kontakte zu vielen intellektuellen persönlichkeiten innerhalb und außerhalb von England und lernte beispielsweise 1895  den französischen maler Henri Toulouse-Lautrec (1864 - 1901) kennen.
Oscar Wilde wurde in der damaligen prüden und spießigen gesellschaft wegen seiner homosexualität diskriminiert und kriminalisiert.
1896 wurde er zu zwei jahren zuchthaus verurteilt. Während des aufenthaltes im zuchthaus kam es bei einem sturz zu einer schweren kopfverletzung bei der sein trommelfell riss. Diese verletzung hat möglicherweise die gesundheit von Oscar Wilde nachhaltig beeiträchtigt.
Nach beendigung der zuchthausstrafe zog Oscar Wilde nach Paris und verfasste eine versdichtung mit dem titel "Ballade vom Zuchthaus zu Reading" (1889), die sehr bekannt wurde.
Unglücklicherweise war die ohrverletzung, die von dem zuchthausaufenthalt stammte, nicht verheilt. Um die entzündung zu heilen, musste Wilde, der mittlerweile finanziell nicht mehr so gut gestellt war, hohe kosten für die arztbehandlung aufbringen. Leider blieb die teure behandllung ohne erfolg.
Wilde kommentierte dies: "Ich sterbe über meine verhältnisse."
Wilde schrieb gesellschaftskritische dramen, die sich durch witz und frivole überzeichnungen auszeichnen, wie z b. "Lady "Windermeres Fächer" (1893), "Ernst sein!", (1899). Diese theaterstücke stehen in der literarischen tradition der "comedy of manners".
Besonders interessant und faszinierend ist sein roman "Das Bildnis des Dorian Gray" (1891), eine märchenhafte erzählung mit autobiographischen zügen.
Zudem schrieb er zahlreiche märchen (z b die märchensammlung "the happy prince") und erzählungen. Der einakter "Salome" - in französischer sprache verfasst - wurde von dem komponisten Richard Strauss vertont.
Posthum erschien ein autobiographischer brief mit dem titel "De Profundis", der in gekürzter form im jahre 1905, und später komplett im jahre 1947 erschien.

Unter verwendung der quellen:
  • Großes Lexikon A - Z, Isis-Verlag, Chur, Schweiz
  • Das DBG-Lexikon in 3 bänden, 3. band, Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin, Darmstadt, Wien
  • Der große Brockhaus in einem Band, F.A. Brockhaus, Mannheim
  • Galerie Der Grossen Maler, Toulouse-Lautrec, Bastei-Verlag Gustav H. Lübbe, Bergisch Gladbach, text: R. Negri
  • Meyers Grosses Taschen-Lexikon in 24 bänden, bd 24, Bibliographisches Institut Mannheim, /Wien/Zürich, Meyers Lexikonverlag
  • Bibliothek erstaunlicher Fakten und Phänomene : Berührungen mit dem Tod, Time-Life Bücher, TimeWarnerInc. U.S.A. deutsche Ausgabe: München