Virginia Woolf - Kurzbiographie

Virginia Woolf mit ihrem vater L. Stephen
(bild: commons)
Virginia Woolf war eine englische schriftstellerin. Sie wurde am 25. januar 1882 in London geboren als tochter des autors L. Stephen und starb am 28. März 1941 im  River Ouse bei Lewes, Sussex (suizid).
Bereits in ihrem elternhaus lernte Virginia bekannte persönlichkeiten ihrer zeit kennen.
Im jahre 1912 ging sie mit dem literaturkritiker Leonard Woolf, mit dem sie gemeinsam 1917 den verlag "Hogarth Press" gründete, eine ehe ein.
Literarisch war sie eine verterterin der "Bloomsbury group", die sich im haus von Virginia Woolf traf, das sich im Londoner stadtteil befand. Nach diesem stadtteil wurde die "Bloomsbury group" benannt und bestand aus einem freundeskreis von englischen verleger/innen und schriftsteller/innen, zu denen auch Virginia und Leonard Woolf gehörten. Zu der gruppe gehörten auch maler wie Duncan Grant, wissenschaftler wie R. Trevelyan und J.M. Keynes und philosophen wie G.M.Moore. Die Bloomsbury group bestand von ca. 1907 bis 1930.
Virginia Woolf war von den autoren Marcel Proust (1871 - 1922) und James Joyce (1882 - 1941) inspiriert. Virginia Woolf war viele jahre literaturkritikerin für "The Times Literary Suplement". Schriftstellerisch begann sie zunächst in einer realistischen tradition, dann strebte sie  ihren erzählenden werken die erzähltechnik des "stream of consciousness" (darstellung des bewusstseinstroms im wechselnden spiel der vorstellungen) zu erweitern, wobei sie zunehmend chrarakteranalyse und handlung zurückhaltend handhabte. Sie versuchte das fließende des lebensprozesses einzufangen. Eine große rolle spielen innere monologe der figuren und eine erhellung innerer menschlicher prozesse.
Virginia Woolf versuchte in ihrer erzählkunst die erlebte gleichzeitigkeit des erlebens in der erinnerung darzustellen. Dabei galt ihr besonderes interesse der spannung zwischen linear messbarer und subjektiv erlebter zeit.
Wichtige werke von Virginia Woolf sind:
"Eine Frau von fünfzig Jahren", 1924
"Mrs. Dalloway" 1925
"Die Fahrt zum Leuchtturm" 1927,
"Orlando" 1928,
"Die Jahre", 1937
Posthum: eine autobiographie; "A writers diary", 1957
Auf dieser webseite findet man ein gesamtverzeichnis der von hand gedruckten werke: http://library.vicu.utoronto.ca/exhibitions/bloomsbury/covers/hand_printed/index.htm

Unter verwendung der quellen:
  • Meyers Grosses Taschen-Lexikon in 24 bänden, band 24, Bibliographisches Institut Mannheim, Wien, Zürich, Meyers Lexikonverlag
  • Grosses Lexikon A - Z, ISIS Verlag, Chur, Schweiz
  • Stauffacher Hauslexikon, Stauffacher-Verlag AG, Zürich, Frankfurt, Innsbruck, Lausanne, Paris, Brüssel
  • Bertelsmann Universal Lexikon, Bertelsmann Lexikon Verlag GMBH Gütersloh
  • Das DBG-Lexikon in drei bänden, 3. band, Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin, Darmstadt, Wien
  • Lingen Lexikon in 20 Bänden, bd 20, Lingen Verlag