Edith Baum - Kurzbiographie

Gedenktafel für Edith Baum, Detail 2,
(Foto: www.deinsuppenhuhn.blogspot.de)
Edith Baum, geb. am 14. Dezember 1922, deportiert 1942, war eine jüdin aus Erftstadt in NRW. Sie wuchs in Lechenich auf.

Ihr großvater war von Gymnich nach Lechenich gezogen. Sowohl ihr großvater als auch ihr vater waren von beruf metzger. Sie hatten ein geringes einkommen. Ediths berufswunsch war, schneiderin zu werden. Doch leider konnte sie sich diesen berufswunsch nicht erfüllen. Denn im jahre 1942 wurde sie von dem terrorregime der nationalsozialisten in das Getto Lodz deportiert. Dort verstarb sie, ohne dass man ihre genauen todesdaten oder weitere informationen über sie hätte.
Das bild von Edith Baum ist jedoch um die welt gegangen, weil zufälligerweise genau ihr ausweis mit dem gedruckten großen "J" in büchern, ausstellungen und auf plakaten  als beispiel für den politischen terror des regimes der nationalsozialisten, der sich auch in verwaltungsdingen ausdrückte, benutzt wurde.
Mit diesem "J" (judenstempel) sollten deutsche juden beim grenzübertritt identifiziert werden.
Fälschlicherweise wurde die einführung dieses stempels einer initiative der Schweiz angelastet. Dies entspricht aber nicht den tatsachen. So erklärt Wikipedia:
"Neuere Forschungen zeigen allerdings, dass der J-Stempel zwar aufgrund eines Abkommens zwischen der Schweiz und Deutschland[1] eingeführt wurde, dass dieser aber auf einen Vorschlag der deutschen Behörden zurückgeht, welche damit die Einführung der Visumpflicht für sämtliche deutsche Staatsangehörige durch die Schweiz verhindern wollten".
Heute wird der pass von Edith Baum in der gedenkstätte Yad Vashem gezeigt als beispiel für die pässe deutscher juden.

Hier unten sehen Sie die gedenktafel für Edith Baum an ihrem geburtshaus in Erftstadt. Leider wurde auf dieser gedenktafel die rolle der Schweiz bei dem judenstempel missverstanden. Missverständlich finde ich persönlich auch die formulierung, dass "damals ein ungeist viele länder Europas" ergriffen hätte. Man darf nicht vergessen, dass es klipp und klar das terrorregime der nationalsozialisten war, das mehrere millionen menschen ermordet hat, und unter diesen vielen menschen eben auch Edith Baum in der blüte ihrer jugend deportiert und ermordet hat.

Gedenktafel für Edith Baum an deren geburtshaus in  Erftstadt
 (Foto: www.deinsuppenhuhn.blogspot.de)
Gedenktafel für Edith Baum, Detail 1,
(Foto: www.deinsuppenhuhn.blogspot.de)
Unter verwendung der quellen: