Rasputin - Abenteurer und Faszination

Rasputin, quelle wikipedia
Grigorij Jefimowitsch Rasputin (1864/1815 oder sogar 1871/1872 in Pokrowskoje/Sibirien bei Tjumen - 30. dezember 1916 Sankt Petersburg je nach russischer oder westlicher zeitrechnung) hieß eigentlich  G.J. Novych und war ein russischer mönch, vagabundierender pilger und abenteurer. Er soll verheiratet gewesen sein.
Rasputin entstammte einer bauernfamiile, verfügte über wenig bildung und trat als mystischer wundertäter auf.
Am zarenhof bekleidete er die anstellung eines lampenwärters für heiligenbilder.   Rasputin hatte zunächst kontakt mit der zarin Alexandra Fjodorowna (Alix von Hessen), die für mystische weltanschauung und Rasputins tätigkeit als "wunderheiler" besonders empfänglich war.
Rasputin versprach in seiner eigenschaft als "wunderheiler" den an der bluterkrankheit leidenden thronfolger Alexej zu heilen. Diese "heilung" sollte über "magnetische" und "hypnotische" kräfte erfolgen. Diese "heilungsaussicht" war nicht nur von emotional-familiärer bedeutung, sondern sie spielte auch eine politische rolle durch die  mögliche erhaltung der zarendynastie.

Er war seit 1905 ein günstling am hof des zaren Nikolaus II [Nikolaj Alexandrowitsch] (1841 -1918) und übte ab ca 1907 aufgrund seines machtgierigen, anmaßenden und ausschweifenden charakters einen ambivalenten einfluss auf die politik am russischen zarenhof aus. Diesen einfluss konnte Rasputin insbesondere dadurch gewinnen, weil die zarin in allen dingen - auch in politischen dingen den zaren zu beeinflussen wusste. So umgab sich der zar mit ausschließlich sehr stark reaktionären kräften, was ein verhängnisvoller fehler war.Um den konservativen kurs der regierung von zar Nikolaus II zu beenden, wurde Rasputin von dem fürsten Jussupoff und anderen personen, die der hofgesellschaft angehörten, 1916 ermordet. Die britische botschaft war in den plan eingeweiht und die mörder gingen straflos aus, nur Jussupoff wurde auf sein gut in der nähe von Moskau verbannt. Doch auf die ermordung Rasputins reagierte zar Nikolaus II mit einem noch extremeren konservativismus.

Später glaubte man in der beziehung zwischen Rasputin und der zarenfamilie eine der vielen ursachen für den politischen zusammenbruch des zaristischen Russlands zu erkennen. So gab es die ansicht dass die zarenfamilie  und der russische zarenhof ende des jahres 1916 seine letzte  reputation verspielt habe durch die "affaire" Rasputin.

Eine völlig andere, aber sehr lesenswerte version zu der schillernden figur des G.E. Rasputin findet sich in der deutschsprachigen Wikipedia.


Unter verwendung der quellen:
  • Der Brockhaus in einem band, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim
  • Bertelsmann Universal Lexikon, Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh
  • Das DBG-Lexikon in drei bänden, bd 3, Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin, Darmstadt, Wien
  • Lingen Lexikon in 20 bänden, bd 15, Lingen Verlag
  • Meyers Grosses Taschenlexikon in 24 bänden, bd 18, Meyers Lexikonverlag, Bibliographisches Institut, Mannheim, Wien, Zürich
  • Reader's Digest Universal Lexikon in drei bänden, bd 3, Verlag das Beste GmbH, Stuttgart, Zürich, Wien
  • Brockhaus Enzyklopädie in zwanzig bänden, bd 15, F.A. Brockhaus Wiesbaden
  • Propyläen Weltgeschichte, Propyläen Verlag, Berlin, Frankfurt, Wien
  • Meyers illustrierte Weltgeschichte in 20 bänden, bd 18, Bibliographisches Institut Mannheim, Wien, Zürich