Sankt Martin, schutzpatron der sankt-martins-umzüge

Szombathely Szt Márton kút, Látogatói központ.JPG
Szombathely Szt Márton kút, Látogatói központ
von Pan Peter12 - Saját kép. Lizenziert unter 
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Alle jahre wieder veranstalten katholische gemeinden relativ prächtige umzüge, in denen die figur des Sankt Martinkinder im mittelpunkt steht, alle jahre wieder ziehen kinder mit ihren laternen durch die straßen und singen lieder wie "laterne, laterne..."
Jeder kennt das fest - unabhängig von glaubensrichtung und religion. Aber wer war eigentlich dieser Sankt Martin?
Vorbild für die legendäre figur des heiligen Martin war Martin von Tours, der apostel Galliens. Er wurde mutmaßlich in Savaria (Steinamanger, Szombathely, Ungarn) um 316/17 geboren und verstarb am 8. november 397 in Candes (Dép. Indreet-Loire).
Martinus (der name kommt von "Mars", dem namen des römischen kriegsgottes) war der sohn eines römischen tribuns und wurde selbst kaiserlicher gardereiter in Gallien.
Mit 18 jahren empfing er die taufe. Nach erhalt der taufe verließ Martinus das römische heer und wurde nach einer kurzen vorbereitung missionar in Pannonien, einer landschaft in westungarn. Er wurde schüler von Hilarius von Potier. Danach entschied sich Martinus für ein leben als mönch, zunächst in Genua, dann ab ca. 360 bei Poitiers, wo er ca. 375 das erste kloster in Gallien (Lococaium, Ligugé) gründete. Er bekämpfte überreste "heidnischer" weltanschauungen und den "arianismus".  "Arianismus" war eine glaubensrichtung, die durch desn presbyter Arius in Alexandria (gest. 336) verbreitet wurde. Die arianische lehre besagt, das  Jesus Christus keine wesensgleichheit mit Gott habe sondern.
371 wurde Martinus zum bischof von Tours ernannt. In der folge erlangte Martinus durch sein großes engagement als missionar, mönch und bischof große bekanntheit. Auch sein lebensstil war seiner mission angemessen. Sein einfluss reichte auch bis zum kaiserlichen hof von Trier.
Nach seinem tod wurde Martinus, bischof von Trier zum schutzpatron und schutzheiligen des merowingisch-fränkischen reiches.
Über seinem grab wurde im 5. jahrhundert eine kapelle erbaut, die später zur Sankt-Martins-Abtei ausgebaut wurde.
Sein tag als heiliger ist der 11. november und die attribute dieses tages sind der mantel und die gans.
Die berühmte szene der mantelteilung soll sich bei Amiens zugetragen haben. Martinus war zu dieser zeit noch soldat und soll seinen mantel mit einem frierenden bettler geteilt haben. Der bezug zur gans, der "martinsgans" ist historisch nicht nachvollziehbar.

Mehr zum sankt-martins-fest

Unter verwendung der quellen:
  • Brockhaus Enzyklopädie in 20 bänden, bd 17, F.A. Brockhaus Wiesbaden
  • Meyers Grosses Taschenlexikon in 25 bänden, bd 14, Bibliographisches Institut Mannheim, Wien, Zürich, Meyers Lexikonverlag.
  • Lingen Lexikon, Lingen Verlag, bd 1 u. bd 12