Trickbetrüger an der Haustür

Keine chance für trickbetrüger
Leider fallen immer wieder menschen auf miese trickbetrüger in form von falschen "wasserwerkern und stromablesern" an der haustür herein. In einer wochenzeitung gab es unter der rubrik "blaulicht"folgende meldung über trickbetrüger an der haustür:
Zwei trickbetrüger haben sich bei einer älteren dame im süden von Köln als wasserwerker ausgegeben und sind so in deren wohnung eingedrungen. Die betrüger waren zu dritt. Ein betrüger scheint die alte dame abgelenkt zu haben, der andere hat in der zeit den schmuck der dame gestohlen.
Draußen stand in der zeit der dritte betrüger schmiere. Ob die täter gefasst werden und die alte dame ihr eigentum zurück erhält ist eher fragwürdig.

Drei betrüger gegen eine alte dame. So einfach ist das für die miesen betrüger.
Auf den ersten blick ist alles klar. Eine naive gutgläubige seiniorin (es gibt auch naive gutgläubige junge personen) gerät in die fänge einer betrügerbande. Doch so einfach ist es nicht. 
Meiner ansicht nach trägt auch auch die praxis der wasserwerke und stadtwerke ihre mitarbeiter/innen ohne voranmeldung und nur durch einen einfachen ausweis gesichert herumzusenden mit schuld an dem bedauerlichen fall.
Allerdings haben viele stadtwerke die praxis abgeschafft, mitarbeiter in die haushalte zu schicken. Statt dessen sollen die bewohner selbst ihren zählerstand ermitteln und diesen den stadtwerken mitteilen. Dies ist aus perspektive der kunden sicher eine große verbesserung in richtung sicherheit. 
Jeder einfache handwerker, jeder dachdecker, schornsteinfeger macht einen festen termin vorab aus, mit datum und uhrzeit. Vorher gibt es meist noch einen telefonkontakt. So hat das vorgehen mehr stabilität und zuverlässigkeit.
Die stadtwerke hingegen sind etwas faul und sparsam. Sie lassen ihre mitarbeiter/innen sozusagen ins blaue hinein erscheinen. Sie nehmen an, dass es doch klar ist, dass die leute an die tür gehen und aufmachen. Schließlich sind es doch die seriösen stadtwerke...
Genau dieser lasche und ignorante umgang mit der sicherheit der kunden der stadtwerke führt immer wieder zu diesen tragischen betrugsfällen. Schließlich vertraut man doch den stadtwerken.
Meiner meinung nach sollten die stadtwerke bei den besuchen ihrer mitarbeiter/innen mehr wert auf die sicherheit ihrer kunden legen. Sie sollten vorab die kunden kontaktieren und einen termin ausmachen. Schließlich bezahlen die kunden regelmäßig für den service der stadtwerke. Kein solider handwerksbetrieb geht so lasch mit seinen kunden um wie die stadwerke.

Tipps: 
  • Gehen Sie prinzipiell nicht an die haustür, wenn es klingelt. Machen Sie die tür nicht auf. Die wahrscheinlichkeit dass betrüger da stehen, ist leider nicht unerheblich.
  • Sie erwarten handwerker, besuch oder ein paket? Falls Sie im oberen stockwerk wohnen, schauen Sie einfach zum fenster hinaus. Dann sehen Sie ja wer da steht. Stromableser/wasserwerker kommen übrigens nicht zu zweit oder zu dritt. Andernfalls stellen Sie telefonkontakt zu dem handwerker oder besuch her. Dann erfahren Sie ob der handwerker oder besuch vor der haustür steht. 
  • Wenn wirklich echte wasserwerker oder stromableser vor der tür stehen ist es auch kein problem. Echte wasserwerker oder stromableser hinterlassen nämlich einen zettel, dass Sie da waren. Machen Sie aber auf keinen fall die tür auf. Wenn es doch betrüger sind, zuckt die stadt nur bedauernd mit den achseln und Sie bleiben auf dem schaden sitzen.
  • Notieren Sie sich die telefonnummer der stadtwerke. Wenn Sie einen zettel oder hinweis finden, dass stromableser/wasserwerker Sie nicht erreichen konnten, rufen Sie nicht auf der nummer an, die auf dem zettel steht, sondern immer bei der nummer der stadtwerke, die Sie zb aus dem telefonbuch haben. Dort wird man Sie seriös informieren.
  • Seien Sie skeptisch mit ausweisen. Heutzutage haben fast alle sehr gute drucker und können sich ausweise nach belieben ausdrucken.